Wir müssen reden.
Über häusliche Gewalt.
Gemeinsam aufklären,
unterstützen und
Lösungen finden.
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Unsere Ziele

Innovative und Wirksame Unterstützung für Betroffene

Wir, Gewaltfrei in die Zukunft e.V., wollen Betroffene dabei unterstützen, sich aus ihrer Situation zu befreien – geschützt und so einfach wie möglich. Dafür haben wir eine App zur niedrigschwelligen Hilfe bei häuslicher Gewalt entwickelt. 

Dieses Ziel verfolgen wir seit unserer Gründung 2020: ganzheitlich und gemeinsam mit Betroffenen, Partner:innen aus Hilfesystem, Wissenschaft, Politik und Gesellschaft.

Unsere App

Die Gesellschaft mit einbeziehen

Betroffene von häuslicher Gewalt brauchen Schutz und Unterstützung. Dafür braucht es ein Hilfesystem, das über genügend Ressourcen verfügt, um Hilfe für alle anbieten zu können. Und eine Gesellschaft, in der Betroffene nicht stigmatisiert und ihre Bedürfnisse ernst genommen werden. Deshalb fordern wir von der Politik: eine offene Debatte, Gesetze, die Betroffenen helfen und sie auf ihrem Weg unterstützen, mehr Mittel für das gesamte Hilfesystem und flächendeckende Präventionskonzepte.

Aktiv werden

Die Politik fordern

Betroffene brauchen nach dem Erleben von häuslicher Gewalt echten Schutz. Dafür braucht es ein Hilfesystem, in dem sie ernst genommen und unterstützt werden. Und eine Gesellschaft, die sie nicht stigmatisiert. Deshalb fordern wir von der Politik: eine offene Debatte, Gesetze, die Betroffenen helfen und sie auf ihrem Weg unterstützen, mehr Mittel für das gesamte Hilfesystem und präventive Konzepte.

Unser Netzwerk
Wer wir sind
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Häusliche Gewalt ist ein strukturelles Problem. Es geht uns alle an. Und wir können es nur gemeinsam als Gesellschaft lösen.
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Stefanie Knaab - Gründerin, Projektleiterin, Vorstandsvorsitzende

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Wir müssen darüber sprechen, wie wir in Beziehungen miteinander umgehen und welche patriarchalen Gewaltstrukturen dahinter liegen.
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Leonie Traub - Wissenschaftliche Koordinatorin & inhaltliche Realisierung

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Um Betroffene von häuslicher Gewalt besser zu schützen, müssen wir sie ernst nehmen, Gewaltdynamiken frühzeitig erkennen und eingreifen, bevor es zu spät ist.
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Lilian Scarlet Löwenbrück - rechtswissenschaftliche Mitarbeiterin

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Soziale Innovationen sind die Zukunft in vielen Bereichen, in denen wir mit den üblichen Mitteln nicht mehr weiterkommen.
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Stefanie Hirsbrunner - Öffentlichkeitsarbeit

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Anstatt Betroffene zu stigmatisieren, sollten wir darüber reden, was Menschen zu Gewalttätern werden lässt. Politik muss dort ansetzen und handeln.
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Lena Rethemeier - rechtswissenschaftliche Mitarbeiterin

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Und viele mehr...
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C. von der Heyden - Kriminologin

U. Beckers - IT Beratung

T. Wied - Kriminalpolizist

A. Leder - Staatsanwalt

J. Hirschnitz - Politischer Berater

J. Suckow - Kriminalpolizist

L. Mbarki - Psychologin

C. Falke - Rechtsberaterin

A. Frehse - Verwaltung

sowie mit Unterstützung von BornholdtLee, Hafenkrone und vieler Frauen, die von Gewalt betroffen sind

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Informier dich

Was ist häusliche Gewalt?

Häusliche Gewalt bezeichnet Gewalt zwischen Personen in einer partnerschaftlichen Beziehung oder in einem Verhältnis zwischen Angehörigen. Sie kann verschiedene Formen und Ausprägungen annehmen: körperliche, sexuelle, psychische, soziale und wirtschaftliche Gewalt. In der Regel ist sie kein einmaliges Ereignis und endet nicht von allein. Sie kann massive Auswirkungen auf die Gesundheit und das soziale Leben haben. Das gilt auch und gerade für Kinder

Wann wird aus Liebe Gewalt?

Häusliche Gewalt ist meist ein schleichender Prozess. Sie beginnt in ganz alltäglichen Situationen. In der Regel steigert sie sich im Laufe der Zeit. Einige Fälle enden sogar tödlich.

In gewaltbelasteten Beziehungen gibt es verschiedene Phasen, die sich wiederholen. Gewaltausübende Personen setzen oft gezielt Strategien ein, um sich Vorteile zu verschaffen. Zum Beispiel isolieren sie Betroffene von ihrem Unterstützungssystem. So verlieren diese das Gefühl zu sich selbst und glauben nicht mehr daran, sich eigenständig aus ihrer Lage befreien zu können.

Frühe Warnzeichen sind schwer zu erkennen und werden oft nicht ernst genommen. Gewalt ist dabei nicht immer gleich "zuschlagen". Kontrolle und Isolationsmechanismen sind auch eine Form von Gewalt und sollten als solche behandelt werden.

Es betrifft uns alle

Auch wenn die Vorurteile etwas anderes sagen: Häusliche Gewalt existiert in allen Schichten und allen Altersgruppen. Jede dritte Frau in Europa ist von häuslicher Gewalt betroffen. Die Zahlen sind nicht rückläufig, sie steigen sogar seit Jahren an. 

Häusliche Gewalt hat immer mit Macht und Kontrolle zu tun. Durch patriarchale Vorstellungen werden gesellschaftliche Strukturen und Ungleichbehandlung gestützt. Gewaltausübende Personen fühlen sich im Recht. Betroffene Personen holen sich aus Furcht keine Hilfe. Das Umfeld und die Gesellschaft greifen oftmals nicht ein oder tragen sogar dazu bei, die Gewalt aufrechtzuerhalten.

Was du für Betroffene tun kannst

Du sorgst dich um jemanden? Das kannst du tun:  

  • Deine Aufmerksamkeit ist wichtig: Schau und höre hin, wenn du häusliche Gewalt bemerkst oder vermutest.

  • Reden hilft, aber safe: Sprich das Thema offen an, wenn du mit der betroffenen Person allein bist.

  • Am besten erst mal zuhören: Nimm die betroffene Person ernst und dränge sie zu keiner Entscheidung.

  • Danke, dass du helfen willst: Frage die betroffene Person, wie du sie unterstützen kannst.

  • Niemand kann alles wissen: Hol dir Rat bei Fachberatungsstellen. Du kannst dich dort auch als Unterstützungsperson melden.

Hilfe für Angehörige

Für alle, die selbst betroffen sind

Das Erkennen deiner Situation ist der erste Schritt zu einer Lösung: 

  • Höre auf dein Bauchgefühl: Wenn du dich nicht wohl fühlst, wird da was dran sein. Nimm deine Gefühle ernst. 

  • Du musst da nicht allein durch: Es gibt viele Menschen da draußen, die dir helfen wollen und können. In Deutschland gibt es viele Möglichkeiten für Unterstützung. Die Angebote sind meistens kostenlos und anonym.

  • Dein Leben, dein Weg: Du allein entscheidest, welche Art von Unterstützung du brauchst und wann du zu nächsten Schritten bereit bist.

Unterstützung für Betroffene
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Unterstützungsangebote

Hier wirst Du unterstützt:

Unsere Netzwerkpartner:innen und etablierte Akteur:innen bieten umfassend Unterstützung, sei es mit der Suche nach einer Beratungsstelle oder einem Frauenhausplatz:

Erste Hilfe
Hilfetelefon
Das Bundeshilfetelefon steht Dir 24/7 unter 116 016 zur Verfügung - in 18 verschiedenen Sprachen
Zur Webseite
Erste Hilfe
Frauenhaussuche
Sichere Unterkünfte in deiner Umgebung: Suche nach freien Frauenhausplätzen
Zur Website
Erste Hilfe
BFF: Frauen gegen Gewalt e.V.
Hier findest du Hilfs- und Untersützungsangebote in deiner Umgebung
Zur Webseite
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Unser Netzwerk
Neues Denken und Handeln: Bundesjustizministerium (BMJ)

Das Bundesjustizministerium ist vom ersten Tag an einer unserer wichtigsten Partner. Dank der Förderung können wir unser Projekt realisieren. Da häusliche Gewalt kein rein soziales Problem ist, sondern auch die Justiz und die innere Sicherheit betrifft, arbeiten wir gemeinsam mit dem Bundesjustizministerium an einer neuen ganzheitlichen Denkweise.

Unsere Partner:innen im Pilotbetrieb

In beiden Standorten pilotieren wir den Betrieb der App. Was wir dort lernen, wenden wir an, um die App bundesweit zu etablieren.

Im Unterstützungssystem für Frauen: BIG e.V.

Gemeinsam mit BIG e.V. und 25 Personen aus Frauenberatungsstellen und Frauenhäusern aus Berlin und Hannover haben wir die Inhalte der App konzipiert und erprobt. 

Unsere Partnerin hat eine eigene Kampagne ins Leben gerufen: „Gewalt ist nie ok!“ Hier finden Kinder und Jugendliche ein umfassendes Informationsangebot zu häuslicher Gewalt. Das in 2007 gegründete Interventionsangebot zu häuslicher Gewalt ist bis heute eines der wenigen  Präventionsprojekte für Kinder im Bereich häuslicher Gewalt in Deutschland. 

Begleiten und Forschen: Das LKA Niedersachsen

Gemeinsam mit dem LKA Niedersachsen und anderen Partner:innen arbeiten wir an der Realisierung der App. Das LKA leitet die kriminologische Begleitforschung in unserem Projekt und veröffentlicht außerdem in den kommenden Monaten eine Dunkelfeldstudie, die u.a. ein neues Licht auf das strukturelle Problem der häuslichen Gewalt werfen wird.

Partner in crime: Polizeidirektion Hannover

Die Polizeidirektion Hannover unterstützt uns in der Realisierung des Pilotvorhabens in der Region Hannover mit ihrer kriminalpolizeilichen Expertise.

Zentrale Informationsstelle Autonomer Frauenhäuser (ZIF)

Unsere Netzwerkpartnerin ZIF engagiert sich seit 1980 im Bereich häusliche Gewalt  und setzt sich mit dieser Expertise gegen Gewalt gegen Frauen und für die Verbesserung der Situation von Gewalt betroffenen Frauen und deren Kinder ein.

Hinschauen mit System: iGobsis

Das bahnbrechende Projekt iGobsis hat das Ziel, eine flächendeckende, nachhaltige Versorgungsstruktur für Gewaltopfer durch niedrigschwellige rechtsmedizinische Dokumentation aufzubauen und zu etablieren.

Wir brauchen dich

Lust, gemeinsam etwas zu bewegen? Wir sind immer auf der Suche nach Menschen, Vereinen oder Organisationen, die das Thema häusliche Gewalt gemeinsam mit uns beleuchten und weiter bringen.

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Presse
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Wir sind offen für alle Deine Anfragen!